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Ebenso wie „Webdesigner” darf sich jeder „Suchmaschinenoptimierer" nennen, der Lust dazu hat, und diese Berufsbezeichnung auf seine Visitenkarte drucken. So tummeln sich viele schwarze Schafe in einem eigentlich sehr handwerklich anmutenden Geschäftsfeld. Diese versprechen gegen Pauschalbetrag einen bestimmten Platz im Google-Ranking - innerhalb kürzester Zeit. Doch bevor man sich versieht, hat der selbst ernannte Optimierer das Geld eingestrichen und sich mit fadenscheinigen Argumenten aus dem Staub gemacht. Im schlimmsten Fall hat er mit einer Linkfarm, Suchmaschinen-Spamming und zu vielen Keywords dafür gesorgt, dass die Site komplett aus dem Index verschwunden ist - ein kaum wieder gut zu machender Schaden.
Der Profi dagegen ist ein interdisziplinär arbeitender Berater, der die Sprache des Webdesigners genauso spricht wie die des PHP-Programmierers. Ein wenig ist er Psychologe, muss er doch die Tricks kennen, mit denen sich Surfer und Webmaster dazu animieren lassen, Links auf ihre Seiten zu setzen. Er wird dem Kunden weder einen Preis nennen noch ein Ranking garantieren, bevor er die zu optimierende Seite gesehen hat. Seine Roadmap wird so priorisiert sein, dass im besten Falle bereits nach Korrektur eines Teiles der brennendsten Probleme die gewünschte Wirkung eintritt und weitere Schritte Zug um Zug erfolgen können.
Einen Preis wird der SEO-Profi erst nach dem ersten Treffen nennen können. Bereits eine detaillierte Analyse der problematischen Bereiche kann drei Tage Arbeit bedeuten und - noch ohne sichtbare Ergebnisse - wenigstens einige hundert bis mehrere tausend Euro verschlingen.
In der Umsetzungsphase wird sich der Optimierer mit Ihrem Webmaster und dem Serveradministrator zusammensetzen, um die Umsetzung zu planen - auch diese Arbeit liefert noch keine sichtbaren Ergebnisse und wird einige hundert bis mehrere tausend Euro verschlingen.
Sechs bis zwölf Wochen nach den ersten vorgenommenen Änderungen werden sich diese im Ranking niederschlagen, zunächst langsam, aber wenn auch Content optimiert wurde und Webmaster „freiwillig” verlinken, schneller. Die Arbeit des Profis ist indes noch nicht beendet: Neue Techniken und die Gewichtung dieser durch Suchmaschinen erfordern regelmäßige Korrekturen - zwei bis drei Mal pro Jahr sollten das Minimum sein.
Angesichts der Aussicht, den Profi nie wieder loszuwerden - Optimierungsbedarf existiert immer -, erscheint es verlockend, den Nachbarjungen zu engagieren, der gerade seine Clan-Seite erfolgreich ins Netz gestellt hat. Doch die Risiken einer schnell und unsauber vorgenommenen Optimierung können fatal sein: Schlimmstenfalls droht die Streichung aus dem Index.
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